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                             Von der Gründung bis zur Gegenwart der

              Gadebuscher Schützenzunft von 1583 e.V.

 

Bereits aus dem Gadebuscher Stadtprivileg des  Fürsten Heinrich   vom 5.Februar 1271 geht hervor, dass die Waffengeübte Gadebuscher Bürgerschaft  dem Landesherren stets willige und treue Hilfe bei seinen Fehden und Streitigkeiten geleistet hatte. Das angenommene Gründungsjahr 1583 bezieht sich auf das damals gewährte Privilegium, an eine bereits bestehende Gemeinschaft.

Das Verhältnis zwischen den Zünften und den Städten war immer sehr eng. Das lag allein schon in den Aufgaben, die die Zünfte übernommen hatten. Es war nicht immer nur Schutz nach außen, sondern die Zünfte übernahmen die Hilfe bei Feuer und beim Transport der Kranken. Besonders wichtig war der Einsatz der Zünfte bei der Leichenbestattung.

Erst beschränkte sich die Bestattung auf die Mitglieder der Zunft. Aber bald dehnte sie sich auch andere Bevölkerungskreise ohne Unterschied der Personen und deren Konfessionen aus. Das galt besonders bei Epedemien, wie die Pest.

Nach den Bestattunsregeln hatten alle Schützenbrüder in schwarzen Anzügen mit dem sogenannten spanischen Kragen zu erscheinen. Hieran sieht man wie vielfältig die Aufgaben und wie wichtig diese für das  Gemeinwohl der Stadt waren.

425 Jahre Gadebuscher Schützenzunft bedeuten aber nicht gleich 425 Schützenfeste. Aus verschiedenen Anlässen mussten in vielen Jahren die Feste ausfallen, das galt in Kriegs und Notzeiten, auf Anordnung des Herzogs Ludwig des Frommen  durften  20 Jahre ! keine Schützenfeste gefeiert werden, sie waren ihm zu laut.

Regierungswirren und andere politische Momente hatten nach einem Protokoll dazu geführt, dass in der ersten Hälfte des  18. Jahrhunderts nur 11 mal ein Schützenfest gefeiert worden ist. Noch sehr gut sind uns allen die Jahre zwischen 1939 und 1992 in Erinnerung, in denen es 52 Jahre keine Schützenfeste gab.

Wenn auch die letzten 18 Jahre nur eine kurze Zeit im Verhältnis zu 425 Jahre ist, sind sie für uns heute die Wichtigsten. Vor 18 Jahren konnten wir unsere Schützenzunft wieder erstehen lassen und 17 Schützenfeste in Frieden und Freiheit feiern.

Angemerkt sei noch, dass die Schützenbrüder auch früher gerne Bier tranken. Aus der Überlieferung geht hervor, dass   30 Schützen   mit ihren Angehörigen  im Jahr 1671  auf dem Schützenfest  5 Tonnen Bier getrunken haben.

  Autor: Walter Benthin

Gadebuscher Schützenzunft von 1583 e.V. | lu-kidawa@arcor.de